VINVENTURE JUNGWINZER

IM PORTRAIT

FREYA LICHTI & ALEX STROHSCHNEIDER

A Star Is Born

Wenn man in der Weinszene erzählt, dass Zwei, die jahrelang bei Bürklin-Wolf für die Biodynamie zuständig waren, gemeinsam ein Weingut gründen, sorgt man direkt für Aufsehen.

Wenn man dann noch erwähnt, dass die Beiden bei Spitzenweingütern wie Graf Hardegg, Bründlmayer, Georg Breuer oder Champagne Boizel gearbeitet haben, und darüber hinaus Besitz in Spitzenlagen wie den Laumersheimer Lagen Kirschgarten und Steinbuckel haben, wird klar: Hier entsteht ein Spitzenweingut!

Freya Lichti und Alexander Strohschneider stehen aber noch ganz am Anfang. 2019 war ihr erster Jahrgang! Sie stecken mitten in einem Generationenwechsel auf Freyas elterlichem Weingut und wie so oft ist dieser mit etlichen Hürden und Herausforderungen versehen. Vieles ist momentan noch unklar: Werden ihre nach ganz eigener Philosophie hergestellten Weine eine Linie des elterlichen Gutes sein? Übernehmen sie den Betrieb? Oder suchen sie sich woanders einen eigenen? Ja sogar einen Namen gibt es noch nicht. Klar ist nur: Die Beiden wollen sich gemeinsam etwas aufbauen. Ihr Ziel ist ein eigenes, biodynamisches Weingut. Alle Weine sollen spontan vergoren werden, Enzyme oder Reinzuchthefen kommen ihnen nicht in den Keller. Es geht um puristisches Weinmachen. Die Weine sollen auch nur ganz leicht geschwefelt und spät gefüllt werden. Die verwendeten Holzfässer werden kaum getoastet damit die feine Frucht der Weine nicht übertönt wird – Freya und Alex wollen auf keinen Fall Kaffee- oder Vanille-Noten in ihren Weinen. Es geht ihnen darum Terroir und Rebsorte authentisch widerzuspiegeln.

Beim perfekten Lese-Zeitpunkt dreht sich deshalb alles um die Aromatik der Trauben. „Ich bin während dieser Zeit ständig im Weinberg und probiere“, erklärt Alex. „Ob das Lesegut 90 oder 95 Grad hat ist nebensächlich, wichtig sind nur Geschmack sowie Säure und natürlich, dass die Trauben kerngesund sind.“ Alex‘ Lebensweg sah am Anfang gar nicht nach Winzer aus. Er studierte fünf Jahre Kunstgeschichte und Philosophie, brach dann aber ab um bei Jürgen Ellwanger in Winterbach ein Weinguts-Praktikum zu absolvieren. Ab da gab es kein Zurück mehr. Freya wuchs zwar im elterlichen Weingut auf, doch ihr Weg führte erst über den Schlenker eines deutsch-französischen Studiengangs in „International Management“ zum Wein. Bei Bürklin-Wolf lernten sie sich kennen und lieben, seitdem entwickeln sie ihre Vision vom eigenen Weingut.

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