VINVENTURE JUNGWINZER

IM PORTRAIT

PHILIPP PIEROTH

Ein Banker im Weinberg

Philipp Pieroth (30) hat wahrlich nicht den direkten Weg ins Winzerleben genommen. Zwar wuchs er im elterlichen Weingut auf, absolvierte dann aber eine Bankausbildung und studierte berufsbegleitend BWL. Manchmal sind solche Umwege enorm wichtig, um mit voller Überzeugung zurückzukehren – und genau so war es bei Philipp.

Er schrieb sich für ein Studium der Internationalen Weinwirtschaft ein und nun ist er zusammen mit seiner Schwester Christine (28) voll in den Familienbetrieb eingestiegen. Unterschiedlichere Geschwister als die beiden sind dabei kaum denkbar. Christine verbringt selbst in ihrer Freizeit jede Stunde in der Natur und lebt den Selbstversorger-Gedanken voll und ganz aus. „Christine ist kreativ und idealistisch“, beschreibt Philipp seine Schwester. „Mich dagegen würde ich als rational und pragmatisch bezeichnen“. Genau diese Unterschiede, diese Reibungen sind der Motor für ihr gemeinsames Weingut. Und dafür, dass es auf Hochtouren laufen kann, sorgen ihre Weinberge. Unter anderem in den berühmten Dorsheimer Lagen: das Pittermännchen mit seinem Devonschiefer, das Goldloch mit der Vielzahl an Kieselsteinen und der Burgberg mit seinem natürlichen Amphitheater und den Quarzitböden. Durch seine Ausbildung weiß Philipp um den besonderen Wert solcher Grundstücke, der wichtigsten Kapitalanlage eines jeden Winzers.

Zurzeit ist „Piriwein“ noch Untermieter im elterlichen Gut, dem Weinheimer Hof. Der Generationenwechsel ist im vollen Gange. „Piri“ ist der Spitzname von Philipp. Dass er einen Namen gewählt hat, den Freunde für ihn benutzen, zeigt, was er mit „Piriwein“ erreichen möchte: dass Kunden zu Freunden werden.

2020 ist das erste Jahr, in dem diese Weine gefüllt werden. Die kleine Kollektion besteht aus nur sieben Weinen – drei weitere gibt es exklusiv bei VinVenture. Die gemeinsame Linie der beiden unterschiedlichen Geschwister ist dabei ganz klar: alle Weine werden spontan vergoren, nicht geschönt, lange auf der Hefe ausgebaut und teils sogar unfiltriert abgefüllt. Auch ein bisschen Maischestandzeit gönnt man ihnen. „Das Ziel sind filigrane Weine, die trotzdem Power haben“, erklärt Philipp. Die Weine sollen trocken, aber nicht staubtrocken sein, stattdessen animierend und mit viel Trinkfluss.

Für die nahe Zukunft gibt es ein großes Projekt: der Umzug des Weingutes in einen wunderschönen Gutshof, der direkt gegenüber der Burg Layen liegt. Der größte Teil der Produktion ist dort bereits angesiedelt, jetzt will Philipp weitere Teile des alten Gutshofs mit seiner Schwester renovieren und richtig zur Heimat von „Piri Wein“ machen. Bei solch einer großen Investition ist es ein echtes Glück, dass Philipp in seiner Ausbildung den Umgang mit Geld gelernt hat. Auch in einem Weingut ist ein gelernter Banker eben sehr gut aufgehoben!

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